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Mayas Blog über aktive, gesunde, natürliche & nachhaltige Lebensweise

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RollputzUrsprünglich hatten wir uns ja für Lehmputz entschieden. Doch nachdem wir mehrere Häuser damit gesehen hatten, gefiel es uns nicht mehr so gut wie anfangs. Lehm ist zwar ein natürlicher Stoff und wird seit Jahrhunderten auch so verwendet doch bin ich nun per Zufall auf Alpen-Kalk gestossen. Und der gefiel uns auf Anhieb sogar noch besser. Und obwohl ich bisher keine Erfahrung in Malerarbeiten hatte traute ich mir die Verarbeitung des Rollputzes zu.

Natürlich und nah

Alpenkalk wird hier in den Alpen abgebaut. Also schonen wir die Umwelt, wenn wir auf ein regionales Produkt zurückgreifen. Meiner Meinung nach ist es in der Natur so geregelt, dass alles was man zum Leben braucht in der Nähe zu finden ist. Also was liegt da näher als den Kalk aus den Alpen zu nutzen?
Kalk ist
  • natürlich
  • atmungsaktiv
  • feuchtigkeitsregulierend
  • schimmelhemmend
  • bindet Schadstoffe und Gerüche
  • desinfizierend
  • modern und dekorativ
  • wischfest
  • für alle Räume (auch Küche und Bad) geeignet
  • einfach zu verarbeiten

Vorbereitung und Werkzeug

Zuallererst braucht man Zeitungspapier, Abdeckplanen und ähnliches um die Möbel und den Boden zu schützen.
Krepp-Klebeband um das Papier festzukleben und die Decke zu begrenzen, denn da wollten wir keinen Putz haben. Ausserdem um das Papier an den Fenstern zu fixieren.
Schalter und Steckdosen entweder abmachen oder ebenfalls abdecken.
Alte Kleidung anziehen, wenn man anschliessend nicht aussehen will wie ein Marienkäfer. Denn durch das leichte Spritzen beim walzen bekommt man einige Punkte ab.
Dann holte ich noch zwei Eimer, einen davon mit etwas Wasser um z.B. den Quirl sofort sauber machen zu können und den zweiten Eimer um später die Malutensilien darin zu säubern
Zuerst muss man natürlich den Putz gut umrühren. Wir haben dazu einen Quirl in die Bohmaschine gespannt und nach minutenlangem quirlen wurde aus der undefinierbaren Masse plötzlich ein cremiger "Brei". Ich sage dazu immer Softeis, weil es wirklich sehr cremig und soft aussieht.
Ein Abrollgitter um überflüssige Farbe bzw. Putz abzustreifen und nicht zu viel Putz aufzunehmen
Ausserdem braucht man Farbrollen mit kurzem flauschigem Flor. Je dicker und flauschiger umso mehr Putz und Struktur. Wir hatten verschiedene Größen: eine Große für die großen Flächen, eine etwas kleinere weil mir die Große zu schwer war, dann für die Fensterseiten eine kleine 10er und dann noch eine ganz winzige für die sehr schmalen Bereiche.
Ausserdem ein großer und kleiner Malerpinsel für Ecken und zum Ausbessern.

Verarbeitung

Auf der Homepage von Alpenkalk hatte ich gelesen, dass der Rollputz einfach aufzutragen ist. Dass es einfach zu verarbeiten ist, kann ja jeder schreiben, doch ich hatte da Anfangs so meine Zweifel.
Nachdem ich meine Farbrolle am Abrollgitter abgerollt hatte um das zuviel an Putz anzustreifen, machte ich eine Rollenbreite des Putzes auf die Wand. Anschliessend wurde durch mehrfache hoch-runter-links-rechts-diagonal-Bewegung der Farbrolle der Putz gleichmässig verteilt. Sieht anfangs etwas merkwürdig aus, doch wenn man so weiterverfährt und mit dem Verteilen des Putzes darauf achtet, ebenfalls dort wo man gerade aufgetragen hat ebenfalls reinzuvereilen, dann entsteht ein schönes gleichmässiges Putzbild. Nimmt man viel Putz wird es gröber, nimmt man weniger wird es ein feinerer Putz. Ausserdem kann man den Grobheitsgrad im Shop aussuchen. Wir haben uns für "fein" entschieden.
Zwischendurch muss man selbstverständlich immer wieder den "Brei" verquirlen, sonst setzt sich die darin enthaltenen festen Teile ab und das sieht an der Wand merkwürdig aus. Ausserdem sollte man nicht mitten in der Wand einen Eimer leer machen und einen Neuen beginnen. Lieber den Rest des einen Eimers in den Neuen geben, quirlen und einen guten Übergang schaffen.
Nach der ersten Wand mussten wir feststellen, dass der Putz nicht so deckt wie wir es gern hätten. Deswegen haben wir darunter noch eine Schicht Kalkfarbe aufgetragen. Dann wurde es richtig gut. Normalerweise würde der Putz sicher gut decken, doch unsere Wand war eben dunkel und das schien uns zu sehr durch.

Was man falsch machen kann

Ich hatte zu Versuchszwecken am zunehmenden Mond Putz aufgetragen. Doch das war schrecklich. Die Verarbeitung war mühselig, die Hände, Arme und Schultern taten weh, der Putz trocknete zu schnell aus und das Ergebnis lies zu wünschen übrig. Die Wände welche wir im abnehmenden Mond strichen sehen ganz anders aus. So kann ich Euch raten, nur bei abnehmendem Mond Malerarbeiten durchzuführen.
Den Putz mit Wasser zu verdünnen oder eine nassen Farbrolle benutzen ist auch nicht empfehlenswert. Alles  ist verwässert und gibt eine schreckliche Struktur, welches nicht zum Rest und dem Gesamtbild passt.
Ohne Abdecken und abkleben geht es auch nicht. Auch wenn sich der Putz einfach entfernen lässt, ist es dennoch viel Arbeit und Schrubberei. Da ist es einfacher vorher mit Papier abzudecken und abzukleben.
Wenn man nach getaner Arbeit die Farbrollen und das Zubehör nicht mit ausreichend Wasser auswäscht wird es aushärten und ist danach nicht mehr zu gebrauchen. Passiert übrigens auch an heissen Tagen, wenn man z.B. eine kleine Rolle morgens kurz benutzt und dann den Rest des Tages nicht mehr. Die wird dann richtig schön Steinhart. Also lieber einmal zu viel auswaschen. Und gerade bei kleinen Rollen, die man nur für die Ecken und kleinen Flächen benötigt, sollte man auf genügend Ersatzrollen achten.
Die abgeklebten Fenster und die Decke sollte man nicht länger als nötig abgeklebt lassen. Denn wenn der Putz trocken ist, geht das Kreppband so gut wie nicht mehr ab. Deswegen in leicht feuchtem Zustand abmachen. Ich habe das immer gleich abends gemacht.

Fazit:Rollputz

Zweifelsohne benötigt man eine Übungswand, an der man die Roll-Technik erst mal lernen muss. Denn die erste Wand sieht nicht so toll aus. Aber nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde das Ergebnis richtig gut. Nachdem ich nun beinahe jeden Nachmittag und an den Wochenenden die ganze Wohnung mit Kalkputz versehen habe bin ich nicht nur total fertig sondern auch stolz, dass das Ergebnis so gut wurde. Für ein Zimmer benötigte ich ungefähr 3 Tage, allerdings konnte ich nie am Stück streichen, da das mit 3 Kindern einfach nicht möglich ist. Deswegen hat es sich auch so lange hinausgezogen. Schätzungsweise müsste man - sofern man dran bleiben kann - am Tag ein ganzes Zimmer schaffen.
Insgesamt ist der Putz wirklich einfach zu verarbeiten und ergibt ein schönes Bild.
Riesenplus: Weder die Farbe noch der Putz färben ab!



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