Spankers

Mayas Blog über aktive, gesunde, natürliche & nachhaltige Lebensweise


Liebe Mitreisende, Freunde, Familie, Kunden, und alle anderen

leider bin ich aus gesundheitlichen und familiären Gründen „gezwungen“ mich mehr um mich und die Familie zu kümmern und mich aus dem „elektronischen“ Leben zurückzuziehen. Zwar werde ich privat noch ab und zu in Facebook, Google+ und Twitter unterwegs sein, doch werde ich nicht mehr bloggen, keine neuen Rezepte veröffentlich und auch nicht weiter mit Asche experimentieren.

Vielleicht geht es bald schon wieder besser. Aber erstmal ist das Real Life wichtiger.

Ich bin mir sicher, Ihr werdet das verstehen.

Damit Ihr auch zukünftig die Informationen abrufen könnt, die ich in liebevoller Kleinarbeit zusammengetragen habe, bleiben die Blogs online.



BieneNachdem ich letztlich mit meinem Mann einige Stunden diskutiert hatte, kam ich zu dem Entschluß, dass ich kein Veganer mehr sein kann, ja ich gehe sogar soweit und sage, dass es gar keine wirklich richtigen Veganer gibt. Eine kühne Behauptung? Naja, eigentlich nicht, wenn man die Hintergründe vom veganen Lebensstil überdenkt. Es ist schlichtweg nicht möglich ganz und gar Vegan zu sein, aber doch immerhin beinahe.

Salat mit Läusen

Selbst wenn man gewissenhaft und ganz genau sich die Lebensmittel und deren Zutatenliste anschaut und überprüft, gehen einem doch ein paar Dinge durch die Lappen.
Wie macht Ihr das z.B. wenn Ihr Salat wascht? Immerhin hat es in meinem (Bio-)Salat jede Menge Läuse, Raupen und anderes Getier. Wasche ich den Salat ertrinken diese Tiere. Klar schütte ich das Wasser schnellstmöglich in den Garten aus und ein Teil der Tiere überlebt diese Prozedur. Doch wie machen das die Veganer in der Stadt? Schütten die das Salatwaschwasser in Ihre Zimmerpflanzen? Oder geht das Wasser doch eher den Abfluss hinunter, dem sicheren Tod der Läuse entgegen?

Teigwaren mit Mäusen

Dann habe ich bei Facebook letztlich in einer Diskussion gelesen, dass bei der Ernte vom Mähen des Korns, Weizen, etc viele Mäuse das Leben lassen müssen. Da dürfte man doch kein Brot mehr essen und andere Teigwaren (Nudeln!) auch nicht mehr. Also ein veganes Leben ohne Mehl. Hmm, ja das ist schon möglich, zur Zeit lebe ich fast nur von Gemüse und dem Pseudo-Getreide. Wie ist das aber bei deren Ernte?
Gerade die Rohköstler sind da ja gut beraten. Und viele Veganer sammeln auch Grünzeug in der freien Natur. Also Brennesseln, Giersch, Himbeerblätter, etc. Man kann verdammt viel von dem Grünen da draußen wirklich essen. Doch nicht jeder hat das Glück etwas Natur oder einen Garten in der Nähe zu haben.

Saft und Kleintiere

Und wie ist das mit Säften? Viele Säfte werden ja mit Gelatine geklärt. Wenn man weiß welche es sind, kann man diese umgehen. Doch nun habe ich erfahren, dass beim Pressen des Saftes in einer Saftpresse nicht nur Insekten landen. Ich meine, es muss jedem klar sein, dass es in Äpfeln auch Würmer hat. Und diese gelangen im Pressvorgang eben mit in den Saft. Ein ekliger Gedanke. Ausgepressten Wurm gefällig? Aber das meinte ich gar nicht. Ein Mitarbeiter (der aus verständlichen Gründen nicht genannt werden möchte) eines renommierten Saftherstellers hat mir erzählt, dass bei dem vielen Obst oft auch Mäuse dabei sind. Und wenn die nicht mehr rechtzeitig herauskommen, kann es schon mal passieren, dass auch die eine oder andere Maus mitgepresst werden. DAS finde ich supereklig! Mäusesaft, Würmersaft, Insektensaft,...bäh

Getränke mit Insekten

Bei uns zu Hause, vor allem bei den Kindern, kommt es manchmal vor, dass offenen Getränke herumstehen. Ein nicht ganz ausgetrunkenes Glas Saft, Wein, Wasser, was auch immer. Und hin und wieder verirrt sich eine Mücke oder Fliege darin und findet den Tod des Ertrinkens. Das ist unvegan. Also müsste man immer ein Deckel über das Glas machen um dem vorzubeugen. Zwar möglich aber in der Praxis im Leben mit jeder Menge Kindern fast nicht durchführbar. Manche von Euch würden nun sagen, dass die Natur grausam ist, da täglich Millionen Tiere in Seen, Flüssen und Pfützen ertrinken. Stimmt schon, aber das hat ja mit meinem veganen Leben nichts zu tun. Stirbt ein Tier in meinem Haus/Wohnung nun direkt oder indirekt durch mein Zutun oder unterlassene Hilfeleistung, dann bin doch ich dafür Verantwortlich. Und ein nicht ausgetrunkenes Glas Wasser zähle ich da dazu.

Insekten und Spinnen

Darüber habe ich auch nachgedacht, als ich den Fruchtfliegen eine Falle gestellt habe. Dadurch, dass wir viel Obst essen leiden wir auch immer an Fruchtfliegen. Diese kleinen Fliegen sind einfach überall. Ich habe keine Ahnung wie ich die Dinger vegan loswerden soll. Selbst wenn ich das Obst im Kühlschrank aufbewahre (was dann echt schrecklich schmeckt) sind immer irgendwie Fruchtfliegen da. Also nahm ich etwas Apfelsaft, Apfelessig und ein Tropfen Spüli und nun liegen zig tote Fruchtfliegen in der Falle. Schrecklich aber wohl nicht zu ändern. Und total unvegan. Wer dazu eine Idee hat, die vegan und tierfreundlich ist, bitte unbedingt melden!
Vergangenen Sommer ist mir was furchtbares passiert: Ich bruzzelte gerade mein Gemüse auf dem Grill, als sich eine Spinne an ihrem Faden direkt auf mein heisses Gemüse abseilte. Durch die enorme Hitze auf dem Grill wurde sie natürlich sofort getötet. Kamikaze-Spinne oder so. Und mein Essen war dann ja wohl alles andere als Vegan.

Filme und Tiere

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass bei jedem Filmdreh in den USA ca. 11 Tiere sterben. Das würde für uns Veganer bedeuten, dass wir keine Filme mehr ansehen dürfen. Allerdings konnte ich dafür nirgends einen Beweis finden, im ganzen internet nicht. Doch muss es jedem klar sein, dass an jedem Filmset, wo mit Tieren gedreht wird, auch Tiere zu Schaden kommen und evtl. auch sterben. Aber sicher nicht 11 pro Film. Keine Ahnung wer das wieder in die Welt gesetzt hat. Doch woher weiß ich nun, welcher Film vegan und tierfreundliche gedreht wurde?

Bücher und Fliegen

Klar könnte man auch mehr lesen, aber mir ist es auch schon passiert, dass sich just in dem Moment, als ich das Buch zuklappte eine kleine Fliege die schliessende Seite als Landepunkt ausgesucht hat und eben dabei starb. Irgendwie habe ich wohl echt Pech bzw.  in dem Fall eher die Fliege.

Auto, Bus, Bahn, Strassen, Wege, HausbauKäfer

Wie sieht es mit der Fortbewegung aus? Veganer sind meist auch Umweltfreundlich und nutzen wenig das Auto, mehr Bus, Bahn und auch das Fahrrad. Schon mal einen Käfer beim Radfahren verschluckt? Das ist mit Bus und Bahn nicht besser und beim autofahren schon gar nicht. Wieviel Millionen Insekten sterben wohl täglich auf den Windschutzscheiben von Fahrzeugen? Oder unter deren Reifen?
Nagut, dann geht man eben zu Fuß. Aber bloss nicht über eine Wiese, denn da könnte man Ameisen zertreten, oder anderes Getier. Und wenn wir schon dabei sind, gepflasterte, betonierte und geteerte Wege sind auch nciht besser. Denn das war vorher mal Lebensraum von Tieren die entweder verjagt oder beim Anlegen der Wege und Straßen getötet wurden. Davon abgesehen: das ist beim Hausbau ebenso. Wenn es danach ging, dürfte man hochstens in einer Höhle hausen (sofern diese nicht von anderen Tieren bewohnt ist)

Haustiere

Wer von den Veganern Haustiere hält macht sich auch Gedanken über deren Ernährung. Die Meisten möchten Ihre Lieblinge nicht mehr mit Fleisch füttern und stellen auf vegane Tiernahrung um. Gerade bei Hunden ist dann der schreckliche Mundgeruch vorbei und das Fell wird schöner und riecht auch besser. Obwohl der Hund vom Wolf abstammen soll, ist ein veganes Hundeleben augenscheinlich besser. Damit habe ich aber selber zu wenig Erfahrung. Doch wie ist das bei Katzen? Die Katzen, die hier auf dem Land leben besorgen sich ihr essen teilweise noch selber in dem sie kleine Tiere wie Mäuse jagen. Die kann man zwar mit veganem Katzenfutter füttern, aber vermutlich werden sie weiter ihrem Jagdinstinkt nachgehen und andere Tiere jagen. Katzen sind ja recht eigensinnig. Man müsste sie geradezu einsperren um das zu umgehen. Und das wiederum ist keine artgerechte Haltung mehr - meiner Meinung nach.

Garten

Aber ich habe weder Hund noch Katze sondern einen Garten. Und da ich die Natur und Ihre Lebewesen respektiere dürfen auch sogenannte Schädlinge bei mir "wohnen". Ich teile gern mein Gemüse mit den Tieren. Sie wollen doch auch nur Leben und überleben. Und wenn eine Raupe oder ein Wurm mein Gemüse anknabbert, was solls, dann schneide ich das eben weg. Tja, so dachte ich bisher. Doch von meiner letztjährigen Ernte blieb so gut wie gar nichts für mich übrig. Wie also verhindere ich, dass die Tiere mein ganzes mühsam gezogenes Gemüse alleine auffuttern? Mit Chemie sicher nicht und ich kann es nächstes Jahr höchstens mit Gegenschädlingen versuchen. Aber ist das dann vegan?

Und nun?

Wie Ihr seht, habe ich mir verdammt viele (zu viele) Gedanken um das Vegan sein gemacht.
Supervegan, "nur" vegan, ein bisschen vegan, teilzeitvegan,... es ist vollkommen egal "wieviel" oder wie wenig vegan jemand ist. Wichtig ist, dass jeder versucht durch sein/ihr Handeln die Welt ein bisschen besser zu machen. Und solange wir Menschen an uns arbeiten wird die Erde wieder ein bisschen besser. Und vegan sein ist schliesslich kein Wettbewerb sondern eine Lebenseinstellung. Jeder so wie er will.


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